Die Große Wühlmaus (Arvicola terrestris)
- gehört zur Ordnung der Nagetiere (Gattung der "Schermäuse" Arvicola.
- bei uns heimische Arten teilen sich in zwei Formen auf: Eine Landform und eine Wasserform
- Das Tier selbst ist mit seinen beiden Formen in ganz Mitteleuropa bis Mittelsibirien verbreitet
- Arvicola terrestris ist 12-22 cm lang und wiegt 60-120 g
- Färbung des Felles: sandfarbene, helle Töne, dunkelbraune Farben;
- stumpfer Kopf mit kleinen, im Pelz verschwindenden Ohren und ein kurz behaarter, leicht geringelter Schwanz
Namensgebung
- hergeleitet von der Grabetätigkeit und dem bevorzugten Verbreitungsgebiet (Wühlmaus, Ostschermaus, Erdwolf, Erdratte, Wasserratte)
Wirtspflanzen
- Pflanzenfresser (Wurzeln, Rhizome, Knollen und Zwiebeln)
- frische, saftige Wurzeln von Obstbäumen, Laub- und Nadelbäumen (z.B. Eiche, Pappel)
- Ziergehölze (z.B. Rosen, Holunder),
- Gemüse (z.B. Kohlgemüse, Möhren) aber auch
- Gräser und krautige Pflanzen
- Fallobst
Schaden und Bedeutung
- im Grünlandbereich (Zerstörung der Grasnarbe durch die Wühltätigkeit)
- in Obstanlagen bzw. bei Gehölzen
Biologie
- Wühlmäuse sind Einzelgänger
- zu benachbarten Gangsystemen besteht keine Verbindung
- Vermehrung der Tiere findet ab März/April bis September/Oktober statt
- 2-4 Würfe pro Jahr mit durchschnittlich 4 Jungen
- von der Begattung bis zur Geburt vergehen nur etwa 3 Wochen
- ein Weibchen kann im Jahr bis zu 40 Nachkommen produzieren
- Lebensdauer 2 Jahre
- Geöffnete Gänge werden innerhalb weniger Minuten bis Stunden wieder verschlossen
- Erdhaufen sind flach
Vorbeugung und Bekämpfung
- Sitzstangen für Greifvögel
- Unterschlupfmöglichkeitenfür Schleiereulen
- Bei jungen Apfelbäumen empfiehlt sich die Pflanzung in einen verzinkten Drahtkorb (Maschenweite höchstens 16 mm).
- aktiven Bekämpfungsmaßnahmen: Einsatz von Fallen, die Anwendung von Giftködermethoden sowie eine Begasung.
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